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Die Bausteine des Wissensmanagements

Wissensmanagement ist ein Prozess, der sich aus einzelnen Teilprozessen entwickelt. Die einzelnen Teilprozesse laufen nicht immer nacheinander ab. Sie stehen miteinander in Beziehung und können sich überschneiden oder gleichzeitig ablaufen..

Tipp Tipp » Eine umfassende Beschreibung zum Thema bietet das Buch
"Wissen managen: wie Unternehmen ihre wertvollste Ressource optimal nutzen" von Probst, Raub, Romhardt - ISBN 3-409-39317-X


Wissensziele   zum Anfang

Wissensmanagement konzentriert sich auf das für den Unternehmenserfolg relevante Wissen. Wissensziele sind somit eng mit den Unternehmenszielen verknüpft. Beispiele sind die Entwicklung eines neuen Produkts oder der Einsatz neuer Fertigungstechnologien.

Wissensidentifikation   zum Anfang

Im Rahmen der Wissensidentifikation wird eine Bestandsaufnahme des im Unternehmen vorhandenen Wissens durchgeführt. Eine sogenannte Wissenslandkarte (Knowledge Map) stellt ein Verzeichnis des vorhandenen Wissens dar. Gleichzeitig weisen "weiße Flecken" auf der Wissenslandkarte auf bestehende Wissenslücken hin.

Wissenserwerb (von außen)   zum Anfang

Oft ist es nicht möglich das gesamte benötigte Wissen innerhalb des Unternehmens selbst zu entwickeln. Das benötigte Wissen muss von Außerhalb erworben werden, z.B. durch:

  • Neueinstellung von Spezialisten
  • Kooperation mit Hochschulen
  • Kauf von Wissensprodukten
  • Beziehung zu Kunden und Lieferanten
  • Inanspruchnahme von Beratern und Dienstleistungen

Wissensentwicklung (von innen)   zum Anfang

Der Baustein Wissensentwicklung beinhaltet alle unternehmensinterne Maßnahmen zur Entwicklung von Wissen. Mögliche Maßnahmen sind:

  • Betriebliches Vorschlagswesen
  • KVP-Projekte (KVP = kontinuierlicher Verbesserungsprozess)
  • Lerninseln
  • Informationssplattformen (z.B. Intranet)

Wissensverteilung   zum Anfang

Ziel einer optimalen Wissensverteilung ist es, dass das benötigte Wissen dort ankommt, wo es gebraucht wird. Wichtig für einen reibungslosen Wissenstransfer sind die technischen Voraussetzungen und die Schaffung einer Vertrauenskultur innerhalb des Unternehmens.

Implizites (stilles) Wissen kann meist nur im direkten Kontakt zwischen den Mitarbeitern ausgetauscht werden. Explizites (greifbares) Wissen kann auch über weniger persönliche Kanäle, wie Email und Intranet, übertragen und gespeichert werden.

Wissensnutzung   zum Anfang

Die Nutzung und die Umsetzung des Wissens in Handlungen ist der eigentliche Zweck aller Wissensmanagement-Maßnahmen.
Eine effektive Nutzung setzt voraus, dass:

  • eine gut nutzbare und aktuelle Wissensbasis vorhanden ist.
  • individuelle und organisatorische Nutzungshürden abgebaut werden
  • Anreizsysteme geschaffen werden.

Wissensbewahrung   zum Anfang

Ziel der Wissensbewahrung ist es, dem ständigen Vergessen entgegenzuwirken und Wissen zu erhalten, auch wenn Mitarbeiter wechseln. Wissensbewahrung sollte nicht unstrukturiert erfolgen, da es sonst schnell zu einer Informationsüberflutung kommen kann.


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