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Führungsstile im Überblick

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Führung auszuüben. Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Techniken.


Die klassischen Führungsstile nach Lewin   zum Anfang

Der Wissenschaftler Lewin* führte Untersuchungen durch, die den Zusammenhang von Führungsstil, Produktivität und Zufriedenheit klären sollten. Dabei verwendete er folgendes klassisches Modell:

Autoritärer Führungsstil:

  • Als Vorgesetzter entscheiden und kontrollieren Sie.
  • Ihre Mitarbeiter führen nur aus.
  • Sie haben ein distanziertes Verhältnis zu Ihren Mitarbeitern.

Kooperativer (demokratischer) Führungsstil:

  • Sie lassen Ihre Mitarbeiter mitentscheiden.
  • Sie übertragen Ihnen größere Aufgabenbereiche.
  • Ihre Mitarbeiter kontrollieren sich teilweise selbst.
  • Sie haben meist ein persönliches Verhältnis zu Ihren Mitarbeitern.

Laisser-faire (freier) Führungsstil:

  • Ihre Mitarbeiter haben volle Freiheit.
  • Sämtliche Entscheidung und Kontrolle liegt bei Ihren Mitarbeitern.

Die Untersuchung zeigte, dass ohne Führung in den Bereichen Aufgabeninteresse, Gruppenzugehörigkeit und Arbeitszufriedenheit die schlechtesten Resultate erreicht wurden.

* Lewin, Kurt - "Iowa Studien" 1939


Management by Objectives   zum Anfang

Management by Objectives ist die Führung durch Vorgabe von Zielen. Vorgesetzter und Mitarbeiter legen gemeinsam Ziele fest. Wie die gesetzten Ziele letztendlich erreicht werden, ist größtenteils Sache der Mitarbeiter.

Vorteile:

  • Die Zielerfüllung kann als Basis für leistungsbezog. Bezahlung dienen.
  • Leistungsbezogene Entlohnung stärkt die Zielbindung.
  • Zielvorgaben und Rückmeldung über das erzielte Ergebnis wirken leistungssteigernd.
  • Der Vorgesetzte wird entlastet, da er bei der Zielerreichung im einzelnen nicht mehr beteiligt sein sollte.

Nachteile:

  • Die Erarbeitung der Zielvorgaben kann aufwendig sein.
  • Eine ungenaue Zielformulierung kann zu Konflikten führen.

Management by Exception   zum Anfang

Management by Exception bedeutet Führung nach dem Ausnahmeprinzip. Dabei greift der Vorgesetzte nur dann ein, wenn eine Situation eintritt, die von den Mitarbeitern nicht selbst gemeistert werden kann.

Vorteile

  • Der Mitarbeiter erledigt Routinearbeiten selbständig.
  • Die Führungskraft kann sich auf ihre wesentlichen Aufgaben (Planung und Kontrolle) konzentrieren.

Nachteile

  • Der Mitarbeiter braucht eine genaue Definition darüber, was Ausnahme und was Regel ist.
  • Es besteht die Gefahr, dass unangenehme bzw. negative Ereignisse verzögert oder gar nicht gemeldet werden.
  • Der Mitarbeiter läuft Gefahr seinen Antrieb zu verlieren, da der Vorgesetzte nur bei starken Abweichungen eingreift.

Welcher Führungsstil ist der Richtige?   zum Anfang

"Den" richtigen Führungsstil wird es kaum geben. Dazu ist der betriebliche Alltag und die menschliche Natur zu komplex.

Vielmehr sollten Sie Ihre Führungsmethoden gezielt auf Ihre Mitarbeiter abstimmen. Ein Mittel dazu ist die Situative Mitarbeiterführung mit der Sie, ausgehend vom jeweiligen Reifegrad des Mitarbeiters, einen bestimmten Führungsstil anwenden.


Nächstes Modul  » 3 Situative Führung


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